Aktuelles zum Thema Energie

Hier halten wir Sie mit Neuigkeiten und Tipps zur aktuellen Lage am Energiemarkt auf dem Laufenden.

Die aktuelle Lage auf dem Energiemarkt ist eine historische Ausnahmesituation, die es in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat.

Die Beschaffungspreise für Energie haben sich vervielfacht, und eine Prognose über die weitere Entwicklung ist schwierig. Dies stellt sowohl Energieversorger als auch Verbraucher vor besondere Herausforderungen.

Wir tragen Ihnen hier aktuelle Informationen zusammen und versuchen Ihnen einen kompakten Überblick für Sie als Privatperson zu verschaffen.

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Stand: 21. November 2022

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Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz

Um Letztverbraucher rasch, umfassend und unbürokratisch zu entlasten, bereitet die Bundesregierung auf Basis der von einer Expertenkommission erarbeiteten Vorschläge Entlastungsmaßnahmen vor. Diese Maßnahmen umfassen eine Soforthilfe im Dezember und zum Beginn des kommenden Jahres eine Gaspreisbremse. 

Das Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) ist zum 19.11.2022 in Kraft getreten.  Dieses beinhaltet die einmalige Entlastung der Verbraucher für Dezember 2022. Die Höhe des Entlastungsbetrages soll ermittelt werden, in dem ein Zwölftel der Jahresverbrauchsprognose für September 2022, mit dem am 01.12.2022 geltenden Arbeitspreis multipliziert wird und die Grundpreiskosten anteilig hinzugerechnet werden. 

Damit diese Entlastung möglichst schnell beim Verbraucher ankommt, soll die Entlastung im Rahmen des Dezemberabschlages dem Kunden zugutekommen. Ein präziser Abgleich des tatsächlichen Kundenanspruchs mit dem vorläufig erhaltenen Anspruch über den Dezemberabschlag erfolgt dann in der nächsten Abrechnung. Diese Regelung ist für Kunden, die monatliche Abschläge bezahlen, geplant.

Kunden, die keinen monatlichen Abschlagsplan haben, werden postalisch über die Umsetzung der Soforthilfe informiert. Grundsätzlich empfehlen wir eine Umstellung auf eine monatliche Zahlweise. Die Umstellung kann im Service-Center direkt am Markt veranlasst werden. Das Service-Team ist telefonisch unter 02823/9310400 oder per E-Mail unter info@stadtwerke-goch.de erreichbar.

Was bedeutet die Soforthilfe für Sie?

Als unsere Kundinnen und Kunden (mit Ausnahme der Industrie und größeren Gewerbekunden) profitieren Sie automatisch von der Soforthilfe. Wir werden im Dezember keinen Gasabschlag einziehen, sofern Sie uns ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt haben bzw. Sie müssen uns keinen Gasabschlag im Dezember überweisen. Sollten Sie dennoch eine Zahlung leisten, wird diese wie gewohnt in der kommenden Abrechnung verrechnet. Detaillierte Informationen hierzu erhalten Sie ab dem 21.11.2022 auf unserer Internetseite oder in unserem Service-Center.

Gaspreisbremse

Als weitere Maßnahme ist voraussichtlich ab März 2023, eventuell schon rückwirkend ab Februar 2023 eine Gaspreisbremse für private Haushalte, sowie kleinere und mittlere Unternehmen geplant. Bei der Gaspreisbremse soll ein Grundverbrauch von 80 Prozent der letztjährigen Verbrauchsmenge auf einen Preis von 12 Cent/ kWh brutto gedeckelt werden. Für den über den Grundverbrauch hinausgehenden Teil soll der vereinbarte Preis gelten. 

Der Differenzbetrag zwischen dem vereinbarten Preis und dem gedeckeltem Preis soll als verbrauchsunabhängige Prämie ausgezahlt werden, damit der Einsparanreiz vollständig erhalten bleibt. Eine gesetzliche Regelung zu dieser Maßnahme gibt es bisher nicht, diese soll jedoch im Jahr 2022 geschaffen werden. 

Was bedeutet die Gaspreisbremse für Sie?

Die Gaspreisbremse wird Ihre Energiekosten ab März 2023 bzw. ggf. bereits ab Februar 2023 begrenzen. Was das für Sie als unseren Kunden im Detail bedeutet, können wir erst mitteilen, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen wurden.

Wir bedauern, dass eine finale Darstellung der geplanten Umsetzung der Gaspreisbremse nicht möglich ist. Wir sind auf die noch festzulegenden gesetzlichen Rahmenbedingungen angewiesen, um diese dann auch systemseitig umsetzen zu können.

Eines ist aber klar: Ein hundertprozentiger Ausgleich der Belastungen wird angesichts der historischen Dimensionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energie-Kosten bewegen, leider nicht möglich sein. Allein die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Gas zahlen müssen, haben sich gegenüber Anfang 2021 verzwölffacht. Wir werden uns also daran gewöhnen müssen, dass Strom und Wärme in den kommenden Jahren teuer bleiben werden.

Umso wichtiger ist es, sparsam mit Energie umzugehen. In fast jedem Haushalt gibt es noch Möglichkeiten, Energie einzusparen – zum Beispiel die Heizung herunterdrehen, wenn niemand zu Hause ist, Stoßlüften und beim Duschen auf Dauer und Temperatur achten. Zudem sollte jeder überlegen, ob es nicht auch ein oder zwei Grad weniger im Zimmer tun. Jedes Grad weniger heizen verbraucht sechs Prozent weniger Energie und Geld – denn jede eingesparte Kilowattstunde schont auch den eigenen Geldbeutel.

Weitere Informationen zum Entlastungspaket für Verbraucherinnen und Verbraucher finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima:

https://www.bmwk.de