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Information zum Wasserkonzessionsverfahren der Gemeinde Kranenburg und zu möglichen Wasserpreisdifferenzen zwischen Kranenburg und Goch


Am 06. April 2017 hat der Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg in der Sitzung des Rates einen Teil der wirtschaftlichen Konditionen veröffentlicht, die die Bewerber Stadtwerke Kleve und Energieversorgung Kranenburg GmbH im mittlerweile aufgehobenen Bewerbungsverfahren um die Wasserkonzession für die Gemeinde Kranenburg angeboten haben.

Die Stadtwerke Goch Unternehmensgruppe GmbH ist an der Energieversorgung Kranenburg GmbH (EVK) mit 46% beteiligt. Die in Kranenburg an die Kranenburger Bürger zu verkaufenden Wassermengen von ca. 550.000 m³ pro Jahr sollen – sollte sich keine günstigere Art der Belieferung durch einen Dritten ergeben, was durchaus möglich erscheint – durch die Stadtwerke Goch Energie GmbH in den Gocher Wasserwerken gefördert und an die Energieversorgung Kranenburg zur Weiterveräußerung an die Endkunden verkauft werden.

 

Jetzt wird an die Stadtwerke Goch GmbH die Frage herangetragen, wieso “das gleiche Wasser“ in Kranenburg zu 1,33 € pro m³ und in Goch – wesentlich teurer – zu 1,93 € pro m³ veräußert werden kann. Das wollen wir gerne erläutern:

Vorausschicken muss man hier, dass dem Wasserpreis im Grunde im Wesentlichen zwei Bestandteile zugrunde liegen: Zum einen der Anteil für die Förderung des Trinkwassers, der für Kranenburg und Goch hier nahezu gleich ist, sofern die Förderung durch die Stadtwerke Goch Energie GmbH in Scheidal erfolgt. Zum anderen der Teil für Verteilung und Vertrieb des Trinkwassers, wobei diese Aufgaben  einerseits durch die Stadtwerke Goch GmbH und andererseits durch die Energieversorgung Kranenburg GmbH erbracht werden sollen und dies für Kranenburg unter völlig anderen Bedingungen auf der Kostenseite, die bestimmend für den jeweiligen Wasserpreis und damit auch für die mögliche Differenz sind, als in Goch.

Doch: Zunächst zum Wasserpreis in Goch.

Der Wasserpreis in Goch liegt bei 1,93 €/m³. Die jährlichen Kosten eines durchschnittlichen Haushaltes liegen mit 270,12 € landesweit im unteren Drittel und damit deutlich unter dem NRW-weiten Durchschnitt von 314,71 € (Quelle: Bund der Steuerzahler 2013).

 

Der Wasserpreis der Stadtwerke Goch ist ausschließlich kostengetrieben. Dabei haben die Wasserförderung und die Erzeugung des wertvollsten Lebensmittels nur einen sehr geringen Anteil hieran. Weitaus teurer ist die Verteilung des Wassers. Goch ist eine Flächengemeinde und um nahezu jedem bis in den letzten Winkel unserer Stadt die Versorgung zu ermöglichen, müssen die Stadtwerke Goch ein weit ausgedehntes Leitungsnetz bauen und unterhalten. Dabei ist das Gocher Wassernetz im besten Zustand. Problematische Leitungskomponenten wie Grauguss und Asbestzement  sind mit Blick auf die Wasserqualität in den letzten Jahren weitgehend ausgetauscht worden. Dennoch lassen sich Störungen und auch Rohrbrüche in einem weit über 300 km langen Netz leider nicht vermeiden. Die Stadtwerke erlösen aus Trinkwasserverkäufen in den letzten fünf Jahren jedes Jahr ca. 3,5 Mio. €. Die Aufwendungen in der Wasserversorgungssparte liegen in der gleichen Höhe. Hieraus kann man erkennen, dass die Einnahmen zu 100 % für die Deckung der Aufwendungen der Wasserversorgung und der Aufrechterhaltung der sehr guten Standards verwendet werden. Zusätzlich investieren die Stadtwerke Goch ca. 1,2 Mio. € pro Jahr in die Erweiterung und Erneuerung der Wassernetze nach neuesten technischen Standards. Eine Senkung der Wasserpreise kommt vor diesem Hintergrund in Goch nicht in Betracht. Unsere Vorkalkulation zeigt aber auch, dass die Wasserpreise auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussion um Nitrate voraussichtlich in den kommenden Jahren in Goch nicht erhöht werden müssen.

 

Warum ist das nun in Kranenburg anders?

Warum kann die EVK das billiger?

Auch hier ist das ausschließlich von der Kostenseite zu erklären. Die Wasserversorgung in Kranenburg ist grundsätzlich weniger komplex, die Aufwendungen pro Kubikmeter sind dementsprechend niedriger. Der niedrigere Wasserpreis hängt jedoch insbesondere mit dem - aus Sicht der EVK - schlechten Ausbau- und Unterhaltungszustand des Netzes zusammen. Das Netz ist alt und besteht aus sehr vielen problembehafteten Teilen wie Asbestzement-, Graugruss- oder Stahlleitungen. Der Wert des Netzes, aus dem sich der Übernahmekaufpreis für die EVK und damit auch die anfänglichen Kosten für die Wasserversorgung ableiten, ist deshalb gering. Hieraus entwickelt sich der anfänglich niedrige Preis, den die EVK im Wettbewerbsverfahren anbieten konnte.

Die gegebenenfalls von der EVK zu bauende Zuleitung hat im Übrigen nur relativ geringen Einfluss auf die Preisstellung. Auch Mitbewerber benötigen Netzzuleitungen, die refinanziert werden müssen.

Der von Bürgermeister Steins genannte Preis von 1,33 €/m³, den die EVK im Verfahren angeboten hat, galt jedoch lediglich für eine Periode am Anfang der Vertragslaufzeit. Aus Sicht der EVK müssen unmittelbar umfangreiche Investitionen ins Netz einsetzen. Diese führen nach und nach zu einer Verschlechterung der Kostenstruktur. Sie sind aber aufgrund der beschriebenen Missstände unerlässlich und wurden aus Sicht der EVK schon zu lange versäumt. Nur so kann der bislang extrem niedrige Wasserpreis in Kranenburg erklärt werden.

Die EVK hat der Gemeinde Kranenburg in ihrer Bewerbung ein umfangreiches Sanierungskonzept und auch eine Vorberechnung zur daraus resultierenden Entwicklung ihres Wasserpreises vorgelegt.

Aufgrund der entstehenden Kosten wird der Wasserpreis also voraussichtlich steigen. Die Investitionen ins Netz sind unerlässlich. Gleich, wer letztendlich Netzbetreiber wird, er wird diese durchführen und refinanzieren müssen. Das geht nur über den Wasserpreis. So ehrlich muss man sein.

Die EVK will die Sanierung verantwortlich umsetzen, die 1,33 € pro m³ anfänglicher Wasserpreis sind “nur die eine Seite der Medaille“, die eine Seites des Preisangebotes. Auf der anderen Seite sind die Preissteigungen aufgrund der notwendigen Sanierung zu sehen, die wir - da wir uns noch im laufenden Verfahren befinden – an dieser Stelle nicht offenlegen können. Es muss jedoch deutlich darauf hingewiesen werden, dass eine endgültige Sanierungsplanung ohnehin erst nach Übernahme des Netzes erfolgen kann und mit der Gemeinde abgestimmt wird.

 

Im Übrigen müssen wir erst einmal sehen, unter welchen Voraussetzungen eine Bewerbung in Kranenburg in einem neuen Verfahren erfolgen kann und welche Schwerpunkte die Gemeinde hier legt.

 

Es bleibt jedoch festzuhalten, der Wasserpreis in Goch und in Kranenburg – so die EVK Netzbetreiber werden sollte – fußt ausschließlich auf den Kosten, die der Netzbetreiber für die Bereitstellung von Trinkwasser hat. In Kranenburg werden diese durch die bislang unterbliebenen und nachzuholenden Investitionen steigen. So wird die Netzqualität auf ein erforderliches Niveau gebracht -  im Interesse der Kranenburger Bürger. Die EVK sieht sich hier als Partner der Gemeinde Kranenburg. Das Sanierungskonzept ist Teil des Angebotes der EVK und gehört unseren Erachtens zu einem fairen und ehrlichen Angebot dazu. Auch im neuen von der Gemeinde Kranenburg zu initiierenden Bewerbungsverfahren wird die EVK Versorgungssicherheit, Netzqualität und einen fairen Preis in den Fokus stellen.

 

Und um gleich die nächste Frage vorweg zu nehmen:

Warum machen die Stadtwerke Goch  bzw. die EVK das dann überhaupt, wenn man mit dem Wasserverkauf – wenn man es verantwortlich und fair macht – nur wenig oder gegebenenfalls auch direkt kein Geld verdient?

Bei den Stadtwerken Goch ist das einfach: Sie nehmen die kommunale Daseinsvorsorge im Auftrag der Stadt Goch wahr, die Wasserversorgung. Gleichzeitig – und das ist auch der Grund, warum die EVK hier das Netz erwerben und Wasser an die Kranenburger liefern will – kann man als Energieversorger durch die Bündelung des Netzbetriebs und des Verkaufs der Medien Strom, Gas und Wasser - als ganzheitliches Stadtwerk – Synergieeffekte nutzen. Durch den gemeinschaftlichen Netzbetrieb und Verkauf entstehen also Vorteile. Diese wollen wir auch in Kranenburg nutzen.


21.06.2017 - 11:51 Uhr
Kategorie: Neuigkeiten


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